Glaskugel – Faszination Alleskönner

Im Sommer 2018 habe ich mir aus einer Laune heraus eine Glaskugel gekauft um damit Sonnenuntergänge kreativ zu fotografieren. Ein paar Experimente kann man auf meinem Instagram Profil (#deGrasi) sehen, die Lust weiterzumachen ist groß, schließlich gibt es viele Möglichkeiten einen Sonnenuntergang oder einen Sonnenaufgang zu fotografieren.

Gesagt – getan, der Sommer ist vorbei und die Glaskugel wurde in die Requisiten Kiste in den Winterschlaf geschickt.

Aber warum? …

Dank eines Gastartikel von Stefan Lenz (Stefan Lenz Photography) auf dem Blog von Eike Leppert (Like-Fotografie) wurde mir wieder vor Augen gehalten, das eine Glaskugel mehr kann als nur Sonnenuntergänge am Strand. So eine Glaskugel ist ein faszinierender Allerskönner und gehört nicht in den Winterschlaf geschickt. Also habe ich meine Glaskugel wieder rausgeholt und habe am Wochenende mal „die Lichtmalerei für Zuhause“ ausprobiert.

So wird´s gemacht – Stativ mit Kamera, Spiegel mit Glaskugel auf dem Boden – eventuell ausrichten!

Um Bilder wie diese zu erschaffen benötigt man kein Studio oder aufwendiges Equipment. Neben der Glaskugel ist die Zutatenliste sehr überschaubar und ich wette mit Euch, dass jeder die Zutaten im Hause bzw. in der Fototasche hat.

// Zutaten

1) Kamera mit vollem Akku und leerer Speicherkarte
2) Objektiv – ob Kit oder leichtes Tele – bleibt dir selbst überlassen
3) Stativ – Alternativ ein Kissen auf einem Stuhl, wichtig ein sicherer Halt.
4) Spiegel, ob rechteckig oder quadratisch ist egal
5) Lichtquelle, entweder mit einer Taschenlampe oder nutzt auch eure Smartphone LED Lampe (Blitzlichtlampe)

// Setup und Einstellungen

1) Leg einen großen Spiegel flach auf den Boden und platziere deine Glaskugel ungefähr mittig auf dem Spiegel.
TIPP // Wenn der Boden uneben ist, versuche den Spiegel auszugleichen damit die Glaskugel ruhig liegen bleiben kann!

2) Stell das Stativ mit der Kamera vor den Spiegel, hier kannst du je nach Objektiv und Platz variieren ob du das Stativ mittig oder leicht versetzt positionierst.

3) Die Belichtungszeit deiner Kamera sollte auf 10 Sekunden stehen und stelle den Selbstauslöser ebenfalls auf 10 Sekunden ein. Die weiteren Kameraeinstellungen; ISO: 100, Blende ist variabel, du musst ein wenig ausprobieren, was ist zu hell oder was ist zu dunkel. In meinem Beispiel habe ich variiert von f6,3 bis f13.

4) Stell den Fokus deiner Kamera am besten auf manuell und fokussiere auf die Glaskugel. Jetzt bist du sicher, dass der Fokus erhalten bleibt.

5) Sorge dafür, dass der Raum abgedunkelt ist (Rolladen / Jalousien), das Licht kannst du erst noch anlassen um dich zurecht zu finden.

6) Nun kommt die Lichtquelle. Schalte deine Taschenlampe ein. Alternative Smartphone: Aktiviere die Foto-LED, sodass sie dauerhaft leuchtet.

7) Während die 10 Sekunden des Selbstauslösers hinunterlaufen, schaltest du das Licht aus, und stellst dich mit deiner Taschenlampe / deinem Handy hinter den Spiegel.

8) Während der 10 Sekunden Belichtungszeit „malst“ du nun mit der Lichtquelle ein Muster in die Luft. Das Licht muss dabei immer in Richtung der Kamera zeigen, damit sich das Licht im Spiegel spiegelt bzw. wiedergegeben wird.

Glaskugel / 10,0 Sek | f14 | ISO 100 / Taschenlampe als Licht

Danach kannst du dir das faszinierende Ergebnis direkt auf deiner Kamera anschauen. Du kannst mit der Blende spielen um die Helligkeit oder Dunkelheit zu variieren. Ebenso kannst du diverse Muster mit dem Licht malen, hier ist deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich habe anstatt mit nur einer Lichtquelle gleich eine zweite Lichtquelle gemalt und variiert. Mal sieht es komisch aus aber manchmal kommen die Lichter in der Glaskugel richtig spannend rüber. Probiert vieles aus, einfach machen lautet hier das Zauberwort. Eine LED Lichtleiste kam bei mir zum Einsatz, hierbei werden zwar kein Lichtschweif gezogen, aber die bunten Farben wirken richtig cool in der Glaskugel.

In der Nachbearbeitung in Lightroom kannst du die Farben des Lichtes separat wählen und diese entsprechend deines Wunsches färben. Vielleicht noch etwas mehr Kontrast und eine Prise Schärfe dazu – der Bildausschnitt, damit die Glaskugel richtig zu Geltung kommt und fertig ist die Lichtmalerei für Zuhause.

// Glaskugel kaufen …

Glaskugeln gibt es in den unterschiedlichsten Größen und auch Qualitäten. Hier ist für jeden Geschmack das passende dabei. Allerdings sollte man darauf achten, dass eine Glaskugel trotz ihres Durchmessers von ein paar Zentimetern sehr schwer ist. Daran solltest du denken, wenn du „große“ Glaskugeln dir anschaffen möchtest. Da wird deine Fototasche schon mal um einiges schwerer. Ich persönlich empfinde die Größen zwischen 6 cm – 8 cm für die Fotografie als ideal. Zudem solltest du in der Beschreibung darauf achten, dass die Glaskugel „Foto geeignet“ ist. Meist steht dort Beschreibungen wie; Foto Glaskugel / Glaskugel Fotografie oder Fotokunst Glaskugel.

In meinem Beispiel habe ich diese Glaskugel mit einem Durchmesser von 70 mm (7 cm) genutzt. Von Navaris habe ich die Glaskugeln in 60 mm (6 cm), 70 mm (7 cm) und 80 mm (8 cm).

Welche Erfahrung hast du mit Glaskugeln bereits gemacht? – dein Feedback kannst du mir gerne in die Kommentare schreiben.

Bis dahin alles Gute, dein

Pirate Mirco

P.S.
Kann Spuren von [Werbung durch Verlinkung] enthalten – muss aber nicht!

// Serie

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