smutje No. 3

Fotoshootings, Making Of´s und andere Fauxpas - sowie meine Sicht auf die Dinge die da vor uns liegen. Dein Weg muss nicht mein Weg sein und unsere Wege müssen nicht identisch sein ...

Die Dinge meiner Sicht.Ob Richtig oder Falsch, dass gibt es nicht.

Smutje #2, Film Noir, Selfie / #PeoplePirate / #deGrasi
Smutje #2, Film Noir, Selfie / #PeoplePirate / #deGrasi
Smutje #3, Film Noir, Selfie / #PeoplePirate / #deGrasi
Smutje heißt ein Koch an Bord von Schiffen. An Bord von Passagierschiffen spricht man hingegen vom Koch oder auch Schiffskoch
– Wikipedia

Ahoi!

Immer wieder und vor allem immer häufiger beobachte ich in den Sozialen Medien was / wie Fotografen posten. Gestaffelt und getaktet nach strengem Ablauf.
Kaum hat man sich an der Foto Location eingefunden, geht es auch schon los. Fotos von "vorher" gemacht, ein weiteres Bild als "Making of". Das Fotoshooting kurz unterbrechen für ein kurzes Video mit der Bezeichnung "Behind the scenes" und weiter mit dem Fotoshooting.
Nach dem Shooting findet man sich noch kurz in einem Café ein und bearbeitet vom Smartphone schon mal das erste Bild zum posten für Social Media. Toll, kaum nach dem Shooting schon die ersten Likes und das Model wurde selbstverständlich verlinkt. Das gehört sich so, das ist nur fair.

Na, wer von euch kennt diesen Ablauf so oder in etwa so?
Und alle die das so kennen, sehen sicherlich auch nichts verwerfliches darin, stimmt´s? Sonst würdet ihr das ja so nicht machen.
Diese Entwicklung finde ich persönlich erschreckend. Wenn ich mir vorstelle, dass so ein Fotoshooting eine Teamarbeit ist, wo bleibt dann das Team bei der Veröffentlichung der Bilder? Mindestens ein Teammitglied (in den meisten Fällen das Model) hat die Bilder nicht mal gesehen, nicht mal bewerten können. Geschweige denn die Favoriten auswählen können. Oder eigentlich noch schlimmer, dein Teammitglied hat bisher die Bilder nicht einmal erhalten!
Ist das für dich wirklich Teamarbeit? Viele haben mir genau diesen Sachverhalt geschildert und bestätigt. Fotografen hingegen sehen darin meist kein "wirkliches Problem", schließlich hat er ja die Bilder gemacht, die Kamera, die Ausrüstung, wesentlich mehr Arbeit. *hust*
Ein Glück muss ich diesen Weg nicht mitgehen und distanziere mich auch ausdrücklich davon.

Mein Weg muss nicht der "Richtige" sein, es ist nur meiner. Aber den gehe ich gezielt und völlig anders.
Für mich ist es Anstand, dass mein Model - nach mir - umgehend die vom Fotoshooting gemachten Bilder bekommt. Sie kann in Ruhe ihre Favoriten auswählen, an denen ich mich orientieren kann. Schließlich muss mein Geschmack nicht auch Ihr Geschmack sein. Vielleicht möchte ein Model in gewisser Weise mitbestimmen, welche Bilder von Ihr im Internet auftauchen?!? Dann kommt ein großer Unterschied zu vielen anderen Fotografen. Ich lasse meinem Model eine Woche Zeit ein fertiges Bild zu posten / veröffentlichen. Erst nach dieser Zeit - kann auch schon früher sein, wenn das Model direkt postet - veröffentliche ich Bilder von dem Fotoshooting. Das ist mein Respekt und Anerkennung vor meinem Model, welches zusammen als Team mit mir die Bilder entstehen lassen hat und den gleichen Anteil dazu beigetragen hat wie ich. So sieht bei mir Teamarbeit aus, so entstehen gemeinsame Projekte. Das es obendrein noch einen Bonus gibt, das ist einfach nur Zusatz bei mir :D

Und welche Möglichkeiten habe ich "behind the scenes" oder Previews zu zeigen, kommt öfter. Das ist einfach erklärt. Dafür gibt es bei Instagram zum Beispiel ein Modul, was sich Stories nennt. Momentaufnahmen aus dem Leben / aus der Arbeit. Genau hier sind behind the scenes Aufnahmen am richtigen Ort. Hier sieht man den Fotografen mit dem Model bei der Arbeit. Aber auch Previews, die auf dem Kamera Display gefilmt oder fotografiert werden gehören in diese Momentaufnahmen hinein. All das gehört nämlich nicht in die Timeline oder den Feed. Es sind und bleiben Momentaufnahmen.

Möchte man die Momentaufnahmen "verewigen", hat Instagram auch hierfür einen Ort geschaffen. Die sogenannten "Highlights" der Stories. Mit etwas Gefühl kann man dort eine Rubrik "behind the scenes" aufbauen und hat einen Platz in seinem Portfolio dafür geschaffen.

Das ist natürlich nur meine Interpretation, viele würden das sicherlich anders sehen und tun dies ja auch. Jeder hat sein Recht genau wie seine Meinung. ...
Mit einem Musiktipp möchte ich diesen Artikel auch abschließen ...
Die Sehnsucht nach Sea & Love, dem Meer und die Möwen. Wie wir uns einen Tag als Seeleute vorstellen.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch angenehmen Tag. 
Komm´ ma Lecker bei mich bei!

(und) Schüss
Mirco

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